Was ist LED?

Sogenannte LED (light emitting diode, Licht Emittierende Diode)
wandeln Strom direkt in Licht um. Herkömmliche Glühbirnen
wandeln den Strom zuerst in Wärme um,wodurch sehr viel Energie verloren geht. LEDs arbeiten mit geringer Leistungsaufnahme.
Trotzdem ist die Helligkeit gegenüber herkömmlichen Leuchtmitteln,
die etwa das 10 - fache verbrauchen, vergleichbar.
Die Direktumwandlung lässt wenig ungenutzte Abwärme entstehen und erhöht so die Effizienz.

Was bedeutet SMD?

SMD (surfave-mounted device)
Zu Deutsch handelt es sich hierbei um eine oberflächenmontiertes Bauelement. Dieses Bauteil ist durch lötfähige Anschlussflächen, direkt auf einer Leiterplatte zu montieren, was zur Folge hat das eine SMD eine geringe
Aufbauhöhe hat.

Wie ist der Aufbau einer LED?

Der Aufbau einer LED ist die Kombination von unterschiedlichen Schichten. Ausgangspunkt für die Herstellung
von Leuchtdioden ist ein Halbleiterkristall. Auf diesem Kristall sind unterschiedlich dotierte Schichten aufgebracht, welche die geforderten Ausstrahlungseigenschaften haben. Nachdem ein Materialübergang („p-n-Übergang“) in den Halbleiterkristallen geschaffen wurde, müssen noch Kontakte zu dem Halbleiterplättchen hergestellt werden.
Dazu wird auf seine Unterseite ein Metallplättchen geklebt oder legiert und die Oberseite mit einem Golddraht kontaktiert. Schließlich wird die LED in einen Kunststoff eingegossen. Die Kunststoffumhüllung dient zum Schutz
der Diode, bestimmt deren Abstrahlcharakteristik und verbessert die Lichtaustrittsverhältnisse.

Weshalb sollte man LEDs in der Allgemeinbeleuchtung verwenden? Reichen Energiesparlampen nicht aus, um Geldbeutel und Umwelt zu schonen?

Die Energiesparlampe ist zwar im Vergleich zur Glühlampe sparsamer und langlebiger, hat dafür aber viele andere Nachteile, z.B. enthalten sie Quecksilber und sind damit schädlich für Mensch und Umwelt.
LEDs werden sich jedoch in Zukunft immer mehr durchsetzen, da sie viele Vorteile bieten:
• LEDs sind sparsam und werden in Zukunft immer effizienter.
• Ihre Lebensdauer ist um ein Vielfaches höher als die von Energiesparlampen.
• Dazu können LEDs sehr leicht gedimmt und auch dynamisch angesteuert werden.
• LEDs emittieren gerichtetes Licht, d.h. das Licht kommt dort an, wo es gebraucht wird.
Allerdings spielen LEDs ihre Vorteile nur dann aus, wenn es sich um Qualitätsprodukte handelt.
Sie zeichnen sich durch ein effektives Thermomanagement aus, das die Leitungswärme abführt, durch einheitliche Lichtfarben und gleichmäßige Helligkeit sowie durch minimale Frühausfälle aus. „Billigware“ bietet oft nicht
die gewünschte Qualität. Hilfestellung geben seriöse Verbrauchertests und der Fachhandel (z.B. Progens ).

Zahlt sich der höhere Kaufpreis von LEDs denn tatsächlich aus, zum Beispiel durch Energieeinsparungen?

LEDs sind effizient und arbeiten als LED-Leuchten oder LED-Module bis zu 50.000 und mehr Stunden.
Auch LED-Lampen, sogenannte Retrofits, sind für den Privatbereich eine gute Wahl.
Sie arbeiten bis zu 25.000 Stunden. Zum Vergleich: Eine Halogenlampe erreicht im Schnitt etwa 2.000 Stunden
(bis maximal 5.000 Stunden), bevor sie ersetzt werden muss, eine Leuchtstofflampe durchschnittlich etwa 18.000 Stunden. Bei einem Vergleich sollten aber nicht nur die Energiekosten betrachtet werden. Weitere Einsparpotenziale bietet zum Beispiel die lange Lebensdauer: Sie sorgt dafür, dass Module und Lampen viel seltener getauscht werden müssen. Das spart Wartungskosten. Außerdem bieten LED-Lösungen Vorteile, die je nach Anwendung hohen Mehrwert bieten. Dazu zählen die Zuverlässigkeit einer LED-Beleuchtung, die einfache Farb- und Farbtemperatursteuerung
sowie die Tatsache, dass LEDs weder infrarote noch ultraviolette Strahlung abgeben.

Auf was ist zu achten, wenn ich auf LED umrüsten möchte?

Es kommt darauf an... Entweder, Sie verfügen über vorhandene Lampen mit genormten Fassungen, dann benötigen
Sie "konvektionierte LED-Leuchtmittel", die sind bereits komplett zum direkten Austausch angefertigt, unter Berücksichtigung der benötigten Ausführung der Fassung. Beim Austausch als Halogen-Ersatz ist nur darauf zu achten, dass die LEDs nicht mit "elektronischen Halogen-Transformatoren" betrieben werden, diese Art der Spannungsumwandlung wird die LED in kurzer Zeit zerstören. Oder wenn Sie Bastler sind, gibt es die verschiedensten LED-Module zum Lampen "selber bauen". Die Module sind mit keiner Art von Vorschaltgeräten ausgestattet und müssen daher mit entsprechenden Netzteilen betrieben werden.

Wie lange habe ich was von meiner LED?

Als Richtwert wird eine Lebensdauer von 50.000 Stunden angegeben – das entspräche bei einer durchgängigen Beleuchtung 5,7 Jahre. Bei einer durchschnittlichen Beleuchtungsdauer von etwa 3 Stunden ergibt das 46 Jahre.
Selbst nach dieser Zeit leuchtet die LED weiter, lediglich die Leistung ist dann um 20% minimiert.

Kann man neue LEDs in einem bereits bestehenden Konzept integrieren?

LEDs unterliegen einer stetigen Weiterentwicklung. Leistungsfähigkeit und Wirkungsgrad nehmen dabei
kontinuierlich zu. Typische Werte können sich demnach deshalb ändern, was bei Austausch und Ergänzung
bestehender LED-Konzepte beachtet werden muss.

Passt der LED-Lampensockel in meine herkömmliche Fassung?

Ja. Unser Angebot umfasst LED-Lampen, die in jede gebräuchliche Fassung passen. In jeder einzelnen Produktbeschreibung finden Sie, die geeignete Fassung für die jeweilige LED-Lampe.
Folgende Fassungen gibt es:
E27; E14; GU10 und GU5.3(MR16) Beispiel: E27 bedeutet: E = Edisongewinde; 27 = 27 Millimeter

Kann ich Leuchtstoffröhren einfach gegen LED Röhren tauschen?

manche Hersteller bieten Röhren mit einem "Starter" der als Brücke fungiert und keinerlei Umbau erforderlich macht.
Die LED-Röhre kann direkt ausgetauscht werden ohne die Drosselspule (KVG/VVG) zu entfernen. Eine wichtige Voraussetzung, um den Austauschaufwand minimal zu halten und um vor allem rechtliche Probleme durch die Veränderung einer Leuchte aus dem Weg zu gehen. Falls Sie dennoch eine Leuchtstoffröhre mit EVG gegen eine
LED-Röhre austauschen wollen, dann müssen Sie die Verkabelung innerhalb der Leuchte verändern. Beachten Sie,
dass dieses nur von einem Elektrofachmann im spannungslosen Zustand durchgeführt werden darf und dass auch sämtliche Prüfzeichen des Leuchten Gehäuses dadurch ungültig werden Wichtiger Hinweis: Bei 60cm Röhren kommen häufig in 2er/4er Rastereinbauleuchten sogenannte Tandemschaltungen vor, selten auch bei 90cm Röhren. Bei einer Tandemschaltung sind zwei Röhren in Reihe an einem KVG geschaltet. Hier ist ein direkter Austausch nicht ohne Umverkabeln möglich, da die Röhren für eine solche Reihenschaltung nicht geeignet sind, sondern 230V benötigen.

Kann ich meine Niedervolt (12V) Halogen-Spots
(GU5.3 oder auch MR16 genannt) problemlos durch LED-Spots ersetzen?

Grundsätzlich ja. Allerdings ist die Mindestlast (10Watt) des verbauten Transformators zu beachten. Entweder Sie belassen einen Halogenspot (>10Watt) im System um die Mindestlast zu überschreiten oder Sie verwenden einen
für LED-Spots geeigneten Transformator

Ist LED-Licht nicht kalt und ungemütlich?

Nein, auch das ist ein Vorurteil aus den Anfangstagen der LED-Technologie. Ganz im Gegenteil:
Heute gibt es LEDs in allen Farbtemperaturen von ≥ 2.700 (= Warmweiß) bis 6.500 Kelvin (= Kaltweiß)
im Handel zu kaufen.

Schadet LED´s das ständige an- und ausschalten, und sind sie erschütterungsempfindlich?

Nein. Die Schalthäufigkeit einer LED ist schier unbegrenzt. Durch die kompakte sowie stabile Bauweise sind LEDs nicht Erschütterung empfindlich.

Wirkt sich die Umgebungstemperatur auf die LED aus?

LEDs wandeln 90% der Energie in Licht und nur 10% in Wärme um. Bei herkömmlichen Leuchtmitteln
ist das teilweise umgekehrt! LED zeigen eine ausgeprägte Abhängigkeit des Lichtstroms von der Temperatur. Der Temperaturkoeffizient ist abhängig vom Material. Die Strahlungsleistung fällt bei den meisten LED bei einer Temperaturerhöhung um 80°C auf weniger als die Hälfte ab. Je kälter also die Umgebung ist, um so effizienter ist die LED. Dies ist ein Grund, warum bei der Entwicklung und dem Einsatz von LED besonders auf den Wärmehaushalt geachtet werden muss. Ein Wärmestau im LED-Lampenkörper muss vermieden werden. Die Lichtfarbe ist je nach Halbleitertyp mehr oder wenig von der Umgebungstemperatur abhängig. Zu hohe Temperaturen (z.B. beim Verlöten) können die Leistung der LED dauerhaft mindern oder die Lebensdauer herabsetzen. Grundsätzlich ist eine LED Lampe ist im Bereich von -20° C - +50° C einsetzbar.

Wie kompliziert ist die Entsorgung einer LED-Lampe?

LED-Leuchtmittel sind ökologisch völlig ungefährlich und könnten unkompliziert mit dem Hausmüll entsorgt werden. Ganz im Gegensatz zu Energiesparlampen, welche das giftige Schwermetall Quecksilber enthalten. Allerdings können LED-Lampen (nach Ablauf der extrem langen Lebensdauer) zu wertvollem Elektronikschrott werden. Wie Mobiltelefone und Computer sollte man die Lampen nicht in den Hausmüll werfen. Wertvolle Metalle (z.B. der Aluminium Kühlkörper) sollten wiederverwertet werden.

Was bedeutet CRI?

CRI Index (engl. Colour Rendering), ist die abgekürzte Schreibweise für den Farbwiedergabeindex.
Unter Farbwiedergabeindex versteht man eine photometrische Größe, mit der sich die Qualität der Farbwiedergabe
von Lichtquellen gleicher korrelierter Farbtemperatur beschreiben lässt. Je höher der CRI desto besser die Farbwiedergabe. Die Ra-Skala reicht bis maximal 100:

Ra = 90 ... 100 Ausgezeichnete Farbwiedergabeeigenschaften
Ra = 80 ... 90 Gute Farbwiedergabeeigenschaften
Ra = 60 ... 80 Mittlere Farbwiedergabeeigenschaften
Ra < 60 Mangelhafte Farbwiedergabeeigenschaften

Was bedeutet Farbtemperatur?

Das von Lampen abgestrahlte Licht besitzt eine Eigenfarbe, die sogenannte Lichtfarbe. Sie wird bestimmt durch die Farbtemperatur in Kelvin (K). Die Farbtemperatur der Farbe einer Lichtquelle wird durch den Vergleich mit der Farbe eines „Schwarzen Strahlers“ bestimmt. Dieser ist ein „idealisierter“ Körper, zum Beispiel aus Platin,
der alles auf ihn fallende Licht schluckt, dessen Reflexionsstrahlung somit gleich Null ist.
Wenn ein „Schwarzer Strahler“ langsam erhitzt wird, durchläuft er eine Farbskala von Dunkelrot, Rot, Orange,
Gelb, Weiß bis zum Hellblau. Je höher die Temperatur ist, desto weißer wird die Farbe.
Die Temperatur des „Schwarzen Strahlers“, bei der mit der zu bestimmenden Lichtquelle Farbgleichheit besteht,
ist die ähnlichste Farbtemperatur der Lampe.
Das Licht von Lampen gleicher Lichtfarbe kann unterschiedliche Farbwiedergabeeigenschaften besitzen.
Grund dafür ist die unterschiedliche spektrale Zusammensetzung der Lichtfarbe. Daher ist es auch nicht möglich,
aus der Lichtfarbe einer Lampe auf die Qualität ihrer Farbwiedergabe zu schließen. Beachten Sie jedoch,
dass es auch viele Situationen gibt, in denen es nicht so sehr auf eine genaue und natürliche Farbwiedergabe
bei der Beleuchtung ankommt, sondern vielmehr auf das Beleuchtungsniveau und die Lichtausbeute.
Warm-Weiß schafft beispielsweise eine gemütliche und einladende Atmosphäre, Neutral-Weiß dagegen, erzeugt eine sachliche, geschäftliche Atmosphäre.

Was bedeutet Lichtstrom?

Lampen nehmen elektrische Energie auf und geben sie zum Teil als Lichtenergie ab. Die abgegebene Lichtleistung
wird als Lichtstrom bezeichnet und in Lumen (lm) gemessen.
Der Lichtstrom beschreibt die von der Lampe in alle Richtungen abgestrahlte Lichtleistung im sichtbaren Bereich.

Was bedeutet Lumen?

Lumen ist die photometrische Einheit des Lichtstroms. Möchte man nun die Effizienz einer Lampe errechnen,
so teilt man einfach Lumen durch Watt (lm/W), errechnet also das Verhältnis von Lichtstrom zu verbrauchter Leistung.

Was bedeutet Lichtstärke?

Eine Lichtquelle strahlt mit unterschiedlicher Stärke in die einzelnen Richtungen.
Den in einer bestimmten Richtung abgestrahlten Lichtstrom nennt man Lichtstärke. Ihre Einheit ist Candela (cd).

Was bedeutet Lichtrichtung und Schattenbildung?

Die Lichtrichtung ergibt sich aus der Art der Leuchten und ihrer Anordnung im Raum. Sie beeinflusst die Schattenbildung und die Blendung. Eine Beleuchtung wird dann als natürlich empfunden, wenn das Licht seitlich
von oben kommt. Eine Schattenbildung ist zum Erkennen des Objekts notwendig. Bei gleichmäßiger, schattenloser Ausleuchtung kann man z.b seine Form und Oberflächenstruktur weniger gut unterscheiden. Harte Schatten (Schlagschatten) sind im Arbeitsbereich aber zu vermeiden.

 

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